Nebenberuflich als Fotograf durchstarten! Das ist zu tun. (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Fotograf als Nebenjob

Welche Behördengänge sind notwendig, wo musst Du Dich überall melden oder welche Versicherungen solltest Du haben, wenn Du in Deutschland nebenberuflich als Fotograf arbeiten möchtest? Diese Fragen möchte ich mit diesem Artikel beantworten und Dir eine Schritt-für-Schritt Anleitung mit allem Notwendigen mitgeben, um mit der Fotografie Geld verdienen zu können.

Es hat mich am Anfang meiner Selbstständigkeit viel Zeit gekostet all diese Informationen zusammen zu suchen und ich lese immer wieder, dass es vielen anderen auch so geht. Deshalb wollte ich meine Erfahrungen teilen, damit Dir der Schritt in die nebenberufliche Selbstständigkeit leichter fällt. Es ist alles halb so wild! Los geht’s! 

 

Schritt 1 – Arbeitgeber

Bevor Du losziehst, um Dich mit der Fotografie nebenberuflich selbstständig zu machen, gibt es zwei Genehmigungen, die Du evtl. vorher einholen solltest:

Wenn Du Dich in einem Angestelltenverhältnis befindest, solltest Du erst mal in Deinen Vertrag schauen, ob dort etwas zum Thema nebenberufliche Tätigkeiten steht. Laut Gesetz musst Du Deinen Arbeitgeber nicht darüber informieren, außer Dein Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag fordert dies. Prüfe also vorher bitte, welche Vereinbarung laut Vertrag darüber getroffen wurde. Findest Du nichts, brauchst Du Deinen Arbeitgeber auch nicht zwingend zu informieren.

Die Ausnahme bestätigt die Regel: Wenn Du mit Deiner Nebentätigkeit die Interessen Deines Arbeitgebers beeinträchtigst. Du also beispielsweise in Konkurrenz mit Deiner Firma trittst oder Dich nicht an das Arbeitszeitgesetz hältst. Wenn das der Fall ist, musst Du zuvor Deinen Arbeitgeber über Deine Nebentätigkeit informieren.

Generell kann Dir Dein Arbeitgeber eine nebenberufliche Tätigkeit nicht einfach verbieten, außer Du verstößt gegen gesetzliche Vorgaben wie zum Beispiel das Arbeitszeitgesetz,  Du trittst in Wettbewerb mit Deinem Arbeitgeber, Du bist aufgrund Deiner Nebentätigkeit nicht in der Lage Deinen Hauptberuf ordentlich auszuführen oder Du meldest Dich krank, um für Deinen Nebenjob zu arbeiten.

Eine Anzeigepflicht oder ein Ausübungsverbot solltest Du nicht missachten, denn das kann zu einer Abmahnung oder im schlimmsten Fall sogar zu einer fristlosen Kündigung führen. Meine Recherchen haben ergeben: Arbeitsgerichte haben bisher so entschieden, dass eine nicht gemeldete nebenberufliche Tätigkeit eine Kündigung nicht rechtfertigt. Da wird es dann wohl auf den Einzelfall ankommen.

Meiner Meinung nach solltest Du in jedem Fall mit Deinem Chef darüber sprechen und ein offenes Verhältnis pflegen, was Du vorhast. Wenn Du Dich gut mit Deinem Chef stellst, können auch kleinere Probleme gemeinsam geklärt werden, die vielleicht durch Deine zusätzliche Tätigkeit entstehen. So muss nicht gleich von Abmahnung oder Kündigung die Rede sein.

 

Schritt 2 – Vermieter

Solltest Du vorhaben bei Dir zu Hause ein Studio einzurichten, brauchst Du das Einverständnis Deines Vermieters. Dieser kann Dir unter Umständen die gewerbliche Tätigkeit in Deinen privaten Räumen untersagen. Teilweise muss der Vermieter auch einer teilgewerblichen Nutzung zustimmen, wenn die Mietsache nicht mehr beeinträchtigt ist als durch eine normale Wohnungsnutzung.

Auch hier bin ich derselben Ansicht wie bei der Meldung beim Arbeitgeber. Ich würde offen auf meinen Vermieter zugehen, wenn ich regelmäßig Geschäftsverkehr in meiner Wohnung habe. Es werden sich immer Kompromisse finden lassen. Da Du das Ganze nur nebenberuflich machst, wird sich Dein Publikumsverkehr auch stark in Grenzen halten, dass sich weder Vermieter noch Mitbewohner gestört fühlen sollten.

 

Schritt 3 – Krankenkasse

Da die Einnahmen aus Deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit in die Beitragsbemessung mit eingeht, ist es wichtig, dass Du Dich bei Deiner Krankenkasse meldest. Ansonsten bist Du vielleicht nicht versichert oder es kann zu Nachforderungen kommen.

 

Schritt 4 – Gewerbe oder Freiberufler

Ob Du ein Gewerbe anmelden musst oder freiberuflich arbeitest, hängt davon ab, ob Du künstlerisch oder gewerblich tätig bist. Daraus ergibt sich, ob Du beispielsweise Gewerbesteuer abführen oder der Künstlersozialkasse beitreten musst.

Unterschieden werden drei Arten der Fotografie: die handwerkliche, die gewerbliche und die freiberufliche. Unter die handwerkliche Fotografie fallen im großen und Ganzen Auftragsfotografien wie zum Beispiel Portrait- , Bewerbungs- oder Passfotos, Architektur-, Hochzeitsfotos oder Produktfotografie. Laut der Handwerksordnung wird die handwerkliche Fotografie als Gewerbe eingestuft und erfordert somit eine Gewerbeanmeldung. Laut §15 Abs. 2 Einkommensteuergesetz ist ein Gewerbebetrieb: Eine selbständige, nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht unternommen wird, Gewinn zu erzielen und die sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, außer es handelt sich um die Ausübung von Land- und Forstwirtschaft, eines freien Berufs oder sonstiger selbstständiger Arbeit.

Im Einkommensteuergesetz §18, Absatz 1 wird die freiberufliche Tätigkeit definiert: Freiberufler ist, wer selbstständig und eigenverantwortlich tätig ist und eine wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit ausübt. Freiberufliche Fotografen verkaufen also ihre Bilder als Kunstwerke oder sind als Fotojournalist oder Bildberichterstatter tätig.

Weitere Details findest Du im BSG, Urteil vom 24.06.98 – B 3 KR 11/97. Wirst Du von Deinem Finanzamt als Freiberufler anerkannt oder Du bist Stockfotograf, brauchst Du kein Gewerbe anzumelden und musst auch keine Gewerbesteuer zahlen. Ob eine freiberufliche Ausübung vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden und kann leider nicht pauschal beantwortet werden, da oft Feinheiten entscheidend sind. Bist Du Dir unsicher, ob Deine Arbeit ein Gewerbe ist oder Du als freiberuflich eingestuft wirst, kontaktiere Dein Finanzamt, denn letztendlich sind sie dafür zuständig und entscheidend.

Als potenzieller Freiberufler kannst Du die folgenden Schritte überspringen und direkt zum Punkt Künstlersozialkasse scrollen.

Hier kannst Du meine kostenlose Checkliste für den Start runterladen.

Schritt 5 – Unternehmensform

Ich spar mir an dieser Stelle sämtliche Arten aufzuzählen und zu erläutern. Wenn es Dich sehr interessiert, findest Du hier eine gute Zusammenfassung auf dem Gründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Wenn Du die Fotografie als einzelne Person im Nebengewerbe betreibst, macht – meiner Meinung nach – nur die Unternehmensform Einzelunternehmen Sinn bzw. solltest Du mit einer oder mehreren anderen Personen etwas starten wollen, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Diese sind von der Bürokratie die einfachsten und ideal zum Einstieg in die Selbstständigkeit als Fotograf. Wenn Du ganz sicher gehen möchtest, solltest Du einen Steuerberater zu Rate ziehen, was für Deinen Fall das beste ist.

 

Schritt 6 – Gewerbeanmeldung

Kommen wir zum praktischen Teil, Dein Gewerbe auch wirklich anzumelden – außer Du bist, wie gesagt, Freiberufler, dann musst Du Dich erst mal nur bei Deinem Finanzamt melden.

Dein Gewerbe kannst Du entweder persönlich oder manchmal auch online bei Deinem Gewerbeamt oder in manchen Bundesländern auch bei der zuständigen Handelskammer anmelden. Ich würde Dir aber empfehlen das beim ersten Mal vor Ort zu machen, so dass Dir ein Mitarbeiter behilflich sein kann, damit Du alles richtig ausfüllst. Da das von Gemeinde zu Stadt etc. etwas unterschiedlich sein kann und es auch nicht überall Gewerbeamt heißt – in Hamburg ist zum Beispiel das Verbraucherschutzamt zuständig – recherchiere ganz kurz im Internet wie es bei Deinem Wohnort aussieht. Rufe am besten auch vorher an, ob ein Termin oder sonst noch etwas nötig ist. Die Kosten für die Anmeldung sind auch ortsabhängig unterschiedlich und schwanken im Bereich von 10-60€. Zum Anmelden brauchst Du nur Deinen Personalausweis.

Hast Du das getan, kannst Du sofort loslegen und mit der Fotografie Geld verdienen.

Bis dahin musst Du erst mal nichts weiter machen. Dein Gewerbeamt informiert automatisch alle erforderlichen Behörden wie zum Beispiel das Finanzamt und die Handwerkskammer.

Das Finanzamt schickt Dir nach ein paar Wochen Deine Steueridentifikationsnummer und den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung eines Gewerbebetriebes oder einer freiberuflichen Tätigkeit. Da heißt es dann einmal kurz Augen zu und durch. Hier musst Du Angaben zum Umsatz Deines Unternehmens für das laufende und folgende Kalenderjahre machen. Dabei kannst Du ruhig etwas zurückhaltend mit Deiner Umsatzprognose sein, denn daraus berechnen sich Deine Steuervorauszahlung. Außerdem legst Du hier fest, ob Du von der Kleinunternehmer-Regelung Gebrauch machen möchtest.

Ich selbst nehme für mein Fotografie-Gewerbe die Kleinunternehmer-Regel in Anspruch und ich glaube, dass diese für die meisten am Anfang sinnvoll ist – außer Du musst größere Summen investieren oder Du hast hauptsächlich Gewerbekunden. Nichtsdestotrotz solltest Du Dich, wenn Du unsicher bist, nochmal mit einem Steuerberater zusammensetzen und Dich fachmännisch beraten lassen.

Dein Gewerbe musst Du übrigens schon dann anmelden, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht besteht. Wenn Du beispielsweise eine Webseite mit einem Angebot online stellst, musst Du auch bereits ein Gewerbe angemeldet haben. Das ist unabhängig davon, ob Du bereits Geld verdient hast oder nicht.

 

Schritt 7 – Handwerks- und Handelskammer

Wenn Du die Fotografie als Gewerbe ausübst, musst Du Dich auch sofort bei der Handwerkskammer melden. Genauso musst Du Dich bei Beendigung Deiner gewerblichen Tätigkeit auch wieder abmelden. Die Höhe des Beitrags berechnet sich nach der Höhe Deines Gewinns, wobei es einen Fixbetrag gibt.

Solltest Du nicht direkt mit dem Handwerk der Fotografie Dein Geld verdienen, sondern beispielsweise mit dem Verkauf von Workshops oder E-Books, musst Du Dich bei der Handelskammer anmelden.

Für die Freiberufler gilt keine dieser Pflichtmitgliedschaften.

Handelsregister

Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis, um Rechtssicherheit zu schaffen. Dort kannst Du Dich über die wirtschaftlichen Verhältnisse aller Firmen, die darin eingetragen sind, informieren – zum Beispiel deren Bilanzen und Gesellschafterlisten einsehen sowie genaue Firmenbezeichnung, Sitz des Unternehmens erfahren etc.. Eine Eintragungspflicht in das Handelsregister besteht für den gewerbetreibenden Kaufmann, nicht aber für Dich als Kleingewerbetreibender oder Freiberufler.

Du kannst Dich zwar trotzdem eintragen lassen, dabei entstehen aber Bearbeitungsgebühren von mehreren Hundert Euros. Weitere Informationen findest sonst bei Deiner Handelskammer oder hier.

 

Schritt 8 – Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse (KSK) – oder auch Künstlersozialversicherung (KSV) genannt – ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung. Über sie hast Du die Möglichkeit als selbständiger Künstler oder Publizist einer gesetzlichen Renten-, Kranken-, und Pflegeversicherung beizutreten.

Die KSK selbst prüft, ob Künstler und Publizisten überhaupt versicherungspflichtig sind und zieht die Beiträge der Versicherten ein. Die Künstler und Publizisten werden durch die KSK bei der Renten-, Kranken-, und Pflegeversicherung gemeldet. Die entsprechenden Beiträge werden durch die KSK an die Institutionen weitergeleitet. Weitere Informationen zu den Aufgaben der KSK findest Du auf der offiziellen Seite www.kuenstlersozialkasse.de.

Die Versicherung in der Künstlersozialkasse ist für selbstständige Künstler und Publizisten Pflicht, außer wer im Jahr voraussichtlich nicht mehr als 3’900€ verdient. Wenn Du aber – wie bereits beschrieben – handwerklich, gewerblich fotografierst, musst Du Dich nicht bei der KSK versichern. Künstler bist Du nur dann, wenn Du das handwerkliche Arbeiten komplett verlässt und Deine Motivwahl und Gestaltung nach ästhetischen Gesichtspunkten wählst. Eine kleine Ausnahme bilden Werbefotografen, die Bilder zu Werbezwecken erstellen. Wenn Du Dich als Künstler siehst, würde ich mich in jedem Fall an einen Steuerberater und Dein Finanzamt wenden, um rechtlichen Problem im Vornherein aus dem Weg zu gehen.

 

Schritt 9 – Berufsgenossenschaft

Alle Fotografen, unabhängig davon, ob sie gewerblich oder freiberuflich arbeiten, müssen sich bei der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) anmelden. Bei der BG ETEM handelt sich um eine gesetzliche Unfallversicherung. Es geht also um Arbeitssicherheit und um Rehabilitationsmaßnahmen nach Unfällen. Der Mindestbeitragssatz beträgt derzeit 308€ pro Jahr.

Du hast allerdings die Möglichkeit, Dich vom Beitrag befreien zu lassen, wenn Du im Jahr weniger als 800 Stunden als Fotograf arbeitest. Dein Versicherungsschutz entfällt dann natürlich und Du wirst als “Ruhendes Mitglied” geführt.

 

Schritt 10 – Versicherungen

Möchtest Du mit der Fotografie Geld verdienen, sind insbesondere zwei Versicherungen interessant.

Fotografen-Technikversicherung

Eine Fotografen-Technikversicherung brauchst Du natürlich nicht zwingend, wenn es Dir egal ist, bei Bedarf aus eigener Tasche draufzulegen. Aus meiner Erfahrung ist eine Technikversicherung aber generell eine gute Sache und auch nicht besonders teuer. Je mehr Aufträge Du bekommst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas kaputt geht – und dann ist es einfach ärgerlich, wenn Du Dein hart verdientes Geld dafür hinlegen musst.

Mit einer Versicherung musst Du nie Angst um Dein Material haben und kannst Dich entspannt der Ausführung Deiner Arbeit widmen. Ich hatte ganz am Anfang keine Versicherung für mein Equipment und war ständig darauf bedacht, dass ja nichts kaputt geht. Das kann schon ganz schön nerven, wenn Du Dich eigentlich auf die Fotografie konzentrieren willst.

Berufshaftpflichtversicherung

Sobald Du gewerblich tätig bist, greift Deine private Haftpflicht logischerweise nicht mehr. Gerade wenn Du größere Shootings organisierst oder beispielsweise Hochzeiten fotografierst, ist es sinnvoll sich entsprechend abzusichern. Denn umso mehr Leute involviert sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dinge kaputt machst oder gar Menschen verletzt werden. Dabei können hohe Summen zusammenkommen und da macht sich eine Versicherung schon ganz gut.

Wenn Du Dich mit Versicherungen nicht auskennst, kann das sehr komplex werden. Ich würde mir also nicht eine x-beliebige Versicherung aus dem Netz suchen, weil sie irgendjemand in einem Forum als besonders toll propagiert, sondern würde mir fachmännischen Rat holen und mich genau für meinen Fall beraten lassen. Versicherungen sind immer sehr individuell und leider sehr undurchsichtig. Am besten suchst Du nach einem Versicherungsmakler, Honorarberater oder gehst zurVerbraucherzentrale und lässt Dich beraten, was in Deinem speziellen Fall der beste Versicherungsanbieter ist.

Online findest Du einige Makler, die sich auf die Belange von Fotografen spezialisiert haben:

www.kameraversicherung.de
www.pundpgmbh.de
www.aktivas.de
www.meyrl.com
www.fotofairsicherung.de
www.poepping.de

Im diesem Artikel von digitalphoto.de findest Du auch nochmal einige wichtige Punkte auf die Du achten solltest und worauf Du den Versicherungsmakler nochmal explizit ansprechen kannst.

 

Fazit

Das sind alle Schritte, die notwendig sind, um nebenberuflich als Fotograf zu starten. Bevor Du Dich selbstständig machst, ist es ratsam einen Mini-Businessplan zu erstellen. Im Verlauf Deiner Tätigkeit wirst Du Dich außerdem noch mit u.a. der Rechnungsstellung, Steuererklärung, bildrechtlichen Dingen und natürlich Marketing auseinandersetzen müssen.

Was sind Deine Erfahrungen? Hast Du noch Tipps oder Ergänzungen?

 

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27 Kommentare zu “Nebenberuflich als Fotograf durchstarten! Das ist zu tun. (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

  1. Zsolt ·

    Sehr guter Beitrag!

    Danke!

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hi Zsolt, vielen Dank!

  2. Tim ·

    Hallo Martin,
    ein interessanter Artikel, der schon viele wichtige Punkte aufzeigt.
    Zwei Anmerkungen würde ich noch erwähnen:
    1. Unternehmensform
    Wer mit anderen zusammen ein Geschäft betreiben will, sollte sich sehr genau überlegen, ob er das in Form einer GbR tun möchte. Diese Gesellschaftsform hat den Nachteil, das man für alle Schulden der Gesellschaft mit eigenem Haus und Hof haftet, egal ob man selbst oder einer der Mitgesellschafter die Schulden verursacht hat.
    Heutzutage ist die UG (Unternehmergesellschaft) eine sinnvolle Alternative für die Frage der Haftung und im Gegensatz zur GmbH auch vergleichsweise günstig.
    2. Finanzamt
    Wer keine oder wenig Ahnung hat, sollte unbedingt einen Steuerberater bemühen. Das gilt auch schon z.B. für die Gesellschaftsform.
    Die Kommunikation mit dem Finanzamt ist wichtig, will man keinen Ärger haben. Dazu gehören möglicherweise auch Fragen der Umsatzsteuervoranmeldungen (wer kein Kleinunternehmer ist), Vorauszahlungen u.ä.
    Viele Grüße,
    Tim

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hey Tim,
      danke für Deine Anmerkungen! Die Unternehmensform wollte ich evtl. in einem extra Beitrag beleuchten, das hier zu erläutern würde glaube ich den Rahmen etwas sprengen. Das man den Steuerberater bei Unsicherheit zu Rate ziehen sollte, ist wichtig und habe ich erwähnt.

  3. beflash ·

    Ja, guter Beitrag – habs mal auf FB geteilt.

    VG

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hi beflash, danke für’s Teilen! 🙂

  4. Christian ·

    Erstmal: Toller Beitrag!!

    Was ich mir aber sehr wünschen würde:
    Einen Blick in die einfache Buchhaltung. Sprich: Eingang / Ausgang bei der Kleinunternehmerregelung.
    Wie mache ich das im Detail? Soll ich als Kleinunternehmer mit einem Steuerberater regelmäßig zusammenarbeiten oder kann ich das selbst?

    Aber trotzallem, sehr toller und informativer Beitrag.

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hey Christian,

      danke für Dein Feedback! Einen Einblick in die Buchhaltung gebe ich gerne mal in einem anderen Blogpost. Das ist, wenn man sich einmal damit beschäftigt hat, wirklich halb so wild. Ich mache meine Steuererklärung seit Jahren selbst und hatte noch nie Probleme. Aber mit Sicherheit schadet es auch nicht, einen Steuerberater zu haben, der sich genau mit der Materie auskennt. Da gibt es auch Zwischenlösungen über Online-Steuerberater, damit einem die Kosten nicht über den Kopf wachsen.

      1. Jenny ·

        Hey, ist der Post zur Buchführung inzwischen erschienen? Lg, Jenny

        1. Eddy
          Eddy ·

          Hey Jenny,
          leider noch nicht. Das wird auch noch eine Weile dauern 🙁
          Bin gerade sehr eingespannt und komme nicht dazu den Blog weiter zu pflegen.
          Liebe Grüße
          Eddy

    2. Britta ·

      Die Buchhaltung für die Kleinunternehmerregelung würde mich auch sehr interessieren. Ich muss jetzt meine erste Steuererklärung machen, seit ich nebenberuflich angemeldet bin und hoffe, dass ich alles richtig machen werde.

      Dieser Einstiegsartikel ich übrigens wirklich gut. Schade, dass ich den nicht gefunden hatte, als ich mich über alles schlau gemacht habe. 🙂

      1. Eddy
        Eddy ·

        Hey Britta,
        Danke für Deinen Kommentar! Vielleicht schreib ich dazu mal einen ausführlicheren Blogartikel, wenn es mehrere Leute interessiert. Etwas dazu steht in meinem E-Book, einmal wie ich das mache und wie Du es jemand anderen machen lassen kannst 😉
        Viel Erfolg weiterhin und alles Gute
        Eddy

  5. Roland Klecker ·

    Ich sehe keinen Unterschied zwischen „handwerklich“ und „gewerblich“, warum wird das getrennt aufgeführt?
    Und für Krankenkasse ist nicht die Einnahme relevant, sondern der Gewinn daraus. Es fehlen in diesem Fall also doch noch ein paar Worte zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung bzw. Gewinn- und Verlust-Rechnung.
    Sicherlich kann es auch nicht schaden etwas zum Thema Preisfindung zu schreiben, denn damit wird man als erstes konfrontiert 😉
    Sonst aber ein sehr interessanter Artikel.
    Liebe Grüße,
    Roland

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hey Roland,
      das handwerklich und gewerblich getrennt aufgeführt wird liegt wohl am deutschen Recht. Rein praktisch ist aber handwerklich = gewerblich wie im Artikel beschrieben. Von daher einfach drüber wegsehen 😉
      Bzgl. der Krankenkasse sieht es so aus, dass der steuerrechtliche Gewinn auf Deinem Steuerbescheid entscheidend ist, richtig.
      Der Post sollte erstmal die grundsätzlichen Schritte zeigen, Details wie E/Ü oder Preisfindung mache ich gerne nochmal in einem extra Post.

  6. Matze ·

    Hallo,
    schöner Artikel eines fehlt jedoch!
    Ich habe den gleichen Weg eingeschlagen und wusste das mit der HWK zum Bsp. garnicht und werde mich darüber nochmals informieren…mein Gewerbeamt hat auf meinem Schein „nicht HWKpflichtig“ angekreuzt.

    Mir fehlt:
    Die Umsatzsteueridentfikation!
    Ab wann muss man eigentlich UmSt. zahlen?
    Muss man sie immer zahlen oder bis zur Kleingewerbeklausel von bis zu 17.400€ im Jahr nicht?

    Gruß Matze

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hej Matze,
      interessant, was Dein Gewerbeamt da macht 🙂 Das werden die von der Handwerkskammer, denke ich, anders sehen oder hast Du einen Spezialfall!? Halte mich diesbzgl. gerne auf dem Laufenden.

      Bzgl. Umsatzsteuer findest Du im Beitrag den Link zur Kleinunternehmer-Regelung. Du musst bei dem „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung eines Gewerbebetriebes oder einer freiberuflichen Tätigkeit“ angeben, ob Du von dieser Regel gebrauch machen möchtest. Wenn ja, musst Du bis zur Umsatzgrenze von 17.500€ keine Umsatzsteuer ausweisen. Nimmst Du sie nicht in Anspruch, musst Du die Umsatzsteuer ausweisen und auch eine Umsatzsteuervoranmeldung machen. Schau Dir aber am besten nochmal das Beispiel an bei existenzgruender.de Ich war da Anfangs auch etwas verwirrt.

  7. Qasim Unger ·

    Sehr guter und hilfreicher Beitrag.

    Bin selbst gerade dabei Mich als Fotograf selbstständig zu machen und kann man diese Wertvollen Tipps gut gebrauchen. Lote gerade noch aus welche Zusätze Ich noch zu dem Gewerbe mit abgebe. Besten Dank für den Ausführlichen Bericht!

    Mit freundlichen Grüßen. Q. Unger

  8. Sabrina ·

    Hallo,

    absolut toller Beitrag, finde ihn richtig klasse! Aber auch ich habe eine sehr wichtige Anmerkung: wenn man sich selbstständig macht, auf jeden Fall von der Deutschen Renten Versicherung prüfen lassen, ob man versicherungspflichtig ist oder nicht. Das tut nicht weh, kann aber einen vor sehr hohem Bußgeld retten, wenn man es nicht zahlt. Nur so als Tipp am Rande 😉

    LG

    1. Eddy
      Eddy ·

      Hey Sabrina,
      eben erst gesehen, danke für Deinen Hinweis.
      Grüße
      Eddy

  9. Rigo ·

    Ich habe bereits eine freiberufliche Tätigkeit als Tagespapa. Das ist meine Haupteinahmequelle.

    Ich habe es auch vor mit der Fotografie.

    Muss ich das trotzdem so machen, obwohl ich nicht in einem Angestelltenverhältnis bin?

    1. Eddy
      Eddy ·

      Die Anleitung hier ist für Leute, die in einem Angestelltenverhältnis sind. Du musst also nur die allgemeingültigen Sachen machen. Gewerbe oder Freiberuflich etc. Ich bin aber kein Steuerberater oder Anwalt, wenn Du Dir also unsicher bist, frag da noch einmal nach.
      Grüße
      Eddy

  10. Tobi T. ·

    Moin Eddy,

    ganz hervorragender Artikel. Vielen Dank dafür! Hat mir viel geholfen.

    Bei mir hat sich die IHK noch gemeldet. Die wollen auch nochmal einen Beitrag, von dem man sich aber befreien kann, wenn man gewisse Gewerbeerträge nicht überschreitet.

    Gruss
    Tobi

  11. Virtual Private Servers ·

    Diese finanzielle Sicherheit ist daher eines der durchschlagendsten Argumente dafur, dass viele Fotografen zunachst nebenberuflich tatig sind.

  12. Ralf H. Badera ·

    Sind die Anmeldungen in den Kammern, der KSK und der BG verpflichtend? Ich bin bei allen drei noch nicht drin und dachte, so auch die Aussage des Beamten beim Gewerbeamt, der meine Anmeldung entgegen genommen hat, dass sich die IHK von sich aus bei mir melden würde – ist bis heute nicht geschehen. Muss ich da nun selbst aktiv werden?

    1. Eddy
      Eddy ·

      Die ist keine Beratung! Aus meiner Sicht musst Du der Handelskammer nie beitreten, KSK nur als Freiberufler und in die Handwerkskammer als Gewerbetreibender – ja. Die melden sich in der Regel, wenn nicht, liegt es in Deiner Hand, Dich zu melden.

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