5 Tipps für nebenberufliche Fotografen: So findest Du Kunden

5 Tipps zur Kundengewinnung

Die ersten Kunden zu finden ist oft sehr schwer, wenn Du Dich gerade erst nebenberuflich als Fotograf selbstständig gemacht hast. Ich möchte Dir hier Schritt-für-Schritt zeigen wie Du ersten Kundenkontakt herstellst. Mit einer gewissen Vorbereitung ist es gar nicht mehr so kompliziert potenzielle Kunden für sein Angebot zu begeistern. Wichtig ist eine gute Vorbereitung und etwas Durchhaltevermögen, sollte es nicht auf Anhieb klappen. 

 

Wer ist Deine Zielgruppe?

Bevor Du mit Deinem Angebot auf die Leute losgehst, sollte Dir ganz genau klar sein, wer Deine Zielgruppe ist. Es ist wichtig seinen idealen Kunden bis ins Detail zu kennen. Du musst Dir Gedanken über Alter, Beruf, Einkommen etc. Deiner Zielgruppe machen. Dafür erstellst Du einen Avatar Deines idealen Kunden mit Hintergrundgeschichte, Eigenschaften und Hobbies. Jessica Ebert zeigt auf ihrem Blog genau wie es geht.

Keine Angst, wenn Du Dir noch unsicher bist, welche Eigenschaften Deine Zielgruppe genau hat. Mache erst mal so gute Annahmen wie möglich. Sobald Du eine Zeit lang gearbeitet hast und mehr über Deine wirklichen Kunden erfahren hast, kannst Du Deinen Avatar immer weiter verbessern. Am Anfang ist es wichtig eine Grundlage zu haben auf der Du später aufbauen kannst.

 

Hast Du ein passendes Portfolio?

Ohne ein paar Referenzbilder wird Dich kaum jemand buchen. Jeder möchte wissen, auf was man sich einlässt und ob einem der Stil des Fotografen gefällt. Du solltest Minimum 2-3 unterschiedliche Bilder haben, die Du Deinen potenziellen Kunden zeigen kannst. Ganz wichtig ist, dass die Bilder genau auf Dein Angebot passen.

Wenn Du Businessfotos anbietest, kannst Du keine Landschaftsbilder aus dem letzten Urlaub vorzeigen – auch wenn sie noch so toll geworden sind. Suche Dir notfalls Leute aus Deinem Bekanntenkreis mit denen Du Bilder machen kannst, die Deinem Angebot entsprechen, um ein kleines Portfolio zu erstellen. Ich selbst hatte zu Anfang nur die ersten 3 Bilder auf meiner Webseite www.eddy-awesome.com.

 

Hast Du ein unwiderstehliches Angebot?

Was wirst Du genau anbieten? Was bekommt der Kunde, wenn er bei Dir bucht? Was hat Dein Kunde langfristig davon? Hier ist weniger mehr. Versuche nicht zu viele Pakete anzubieten, 1-3 sind ideal. Beschreibe genau, was diese beinhalten und grenze sie gut voneinander ab. Der Kunde muss innerhalb kürzester Zeit verstehen, was er für sein Geld bekommt.

Versuche außerdem Dein Angebot weniger auf Fakten oder Merkmale zu konzentrieren. Setze das Augenmerk nicht darauf, dass der Kunde am Ende ein super scharfes, hochaufgelöstes Bild mit spitzen Highend-Retusche auf Premium-Papier in den Händen hält. Bringe lieber die Vorteile heraus, die sich für ihn ergeben. Verkaufe eher die Emotionen.

Ich schreibe zum Beispiel, dass ich die Bewerbung meines Kunden durch mein Foto zu etwas ganz Besonderem, Einzigartigem mache und er so unter den anderen Bewerbern hervorsticht. Ich helfe ihm also dabei, seinem Ziel angestellt zu werden, näher zu kommen. Wenn ein Paar Bilder von ihrer Hochzeit haben möchte, dann wollen diese nicht die Bilder im eigentlichen Sinne, sondern sie wollen Erinnerungen. Also denke bei Deinem Angebot daran, nicht Deine Bilder zu verkaufen, sondern das übergeordnete Ziel des Kunden zu befriedigen.

Du solltest etwas haben, was Dich einzigartig macht und Dich ganz klar von Deinen Mitbewerbern abhebt. Das kann eine Geld-zurück-Garantie sein, besondere Serviceangebote, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und so weiter. Du musst etwas haben, was den Kunden dazu bringt nicht lange zu überlegen, bevor er Dich bucht. Dein Angebot muss unwiderstehlich sein! Vladislav Melnik geht auf seinem Affenblog nochmal ausführlich darauf ein, wie Du ein Angebot erstellst, dass nicht abgelehnt werden kann.

 

5 Tipps zur Kundenfindung

Folgend möchte ich Dir verschiedene Möglichkeiten aufzeigen wie Du an Kunden kommen kannst. Ich beschränke mich dabei ausschließlich auf No- bzw. Lo-Budget Marketing, denn richtig Geld für Marketing auszugeben macht erst dann Sinn, wenn Du auch entsprechende Umsätze generierst.

Wichtig ist, dass Du jede einzelne Methode für Dich testen musst! Wenn Du im Internet liest, dass jemand fast seine ganzen Kunden über Facebook akquiriert, heißt das noch lange nicht, dass das für Dich auch funktionieren muss und umgekehrt. Wenn Du also eine der Methoden ausprobierst, sei nicht enttäuscht, wenn sie nicht gleich erfolgreich sind. Manchmal können kleine Änderungen schon Wunder bewirken oder die Methode funktioniert einfach nicht für Dich, dann probiere die nächste.

Versuche nicht zu viele Dinge gleichzeitig. Das hat in der Regel zur Folge, dass nichts von allem richtig angegangen wird. Konzentriere Dich auf eine bis maximal drei Methoden. Hier meine Tipps in loser Reihenfolge:

 

Tipp #1 – Sei dort, wo Deine Kunden sind

Überlege Dir immer, wo sich Deine Kunden aufhalten und sei ebenfalls dort mit Deinem Angebot! Dank Deines Avatars, weißt Du ganz genau, wen Du suchst und kannst stets präsent sein.

Sind Hundebesitzer Deine Zielgruppe, sei auf dem Hundespielplatz. Sind Geschäftsleute Deine Zielgruppe, gehe in den Geschäftsbezirk Deiner Stadt. Denke daran, dass Du immer offline und online die Möglichkeit hast Deine Zielgruppe zu erreichen. Auf Facebook gibt es genug Gruppen mit beispielsweise Hundebesitzern, wo Du Dein Angebot geschickt platzieren kannst. Sei einfallsreich und denke nach, wo sich Deine Zielgruppe aufhält, damit Du auch an Ort und Stelle sein kannst.

 

Tipp #2 – Visitenkarten

Sobald Du Dich selbstständig gemacht hast, solltest Du Dir auch Visitenkarten zulegen. Diese kosten nicht viel und sind ein effektives Mittel, um bei Leuten im Gedächtnis zu bleiben. Gib Leuten am besten immer (!) Deine Karte, wenn Du mit jemandem über Dein Business sprichst. Gerade in der heutigen Zeit wird es Leuten schwer fallen sich an Dich zu erinnern, weil alle mit Informationen überschüttet werden. Deshalb immer eine Karte mit den wichtigsten Informationen dabei haben.

Ich persönlich nutze die Visitenkarten von MOO. Dort kannst Du super einfach, ohne Vorkenntnisse, schöne Visitenkarten erstellen. Ich nehme dort die Mini-Moo-Cards. Diese sind halb so groß wie eine Standard-Visitenkarte und dadurch etwas billiger. Das hat zwei Vorteile: Du sparst Geld und Du hast nicht bei jeder Visitenkartenübergabe das Gefühl, dass Du ein ganzes Vermögen aus der Hand gibst. Auf der anderen Seite fällst Du damit wunderbar auf, da es kein gewöhnliches Format für eine Visitenkarte ist. Also 2 Fliegen mit einer Klappe!

 

Tipp #3 – Spreche über Dein Business

Da ich ja “nur” nebenberuflich als Fotograf tätig bin, habe ich anfangs, auf die Frage, was ich denn beruflich mache, immer nur von meinem Hauptjob gesprochen und die Fotografie blieb meistens außen vor. Das war ein großer Fehler. Denn je mehr Leute wissen, dass Du auch Fotograf bist, desto höher ist natürlich die Chance, dass Du an neue Kunden kommst. Und gerade wenn es nähere Bekannte sind, ist es viel wahrscheinlicher, dass sie Dich weiterempfehlen. Auch ich habe meine ersten Kunden über Freunde von Freunden bekommen und ich weiß, dass es bei vielen anderen genauso war. Also bei der nächsten Grillparty zusehen, dass am Ende auch jeder über Deinen Nebenjob Bescheid weiß.

 

Tipp #4 – Online Werbung

Ich bekomme den größten Teil meiner Kunden über Google Adwords. Falls Du Adwords nicht kennst: Vielleicht sind Dir bei Deiner Google-Suche mal die Ergebnisse ganz oben und auf der rechten Seite aufgefallen, diese sind mit einem kleinen gelben Label versehen auf dem “Anzeige” steht. Das alles sind erkaufte Suchergebnisse. Als Google Adwords Kunde kannst Du auf bestimmte Suchworte (Keywords) bieten und sobald jemand nach diesem Begriff sucht, erscheinst Du auf der ersten Seite bei Google an prominenter Stelle. Das gute dabei ist, dass Du nur bezahlst, wenn jemand tatsächlich auf Deine Anzeige klickt. Somit zahlst Du nur für Leute die Interesse an Deiner Dienstleistung haben. Wie viel Du für einen Klick auf Deine Anzeige bezahlst, hängt von der Konkurrenz ab – umso mehr Leute für ein Keyword bieten desto teurer wird es.

Mit Google Adwords hast Du die Möglichkeit sehr gezielt Leute anzusprechen und zahlst außerdem nur, wenn Dein Angebot wirklich interessant für die Person ist. Das macht Adwords zu einem sehr effektiven Marketingtool.

 

Tipp #5 – Freiwillige Shoots

Denke mal darüber nach, wo Du kostenlos ein Shooting anbieten könntest, was Dir aber dabei oder längerfristig wiederum neue Kunden bringt? Wenn Du zum Beispiel Haustierfotos anbietest, könntest Du auf einen Hundespielplatz gehen und jeweils kostenlos ein Foto des geliebten Vierbeiners machen. (natürlich vorher, um Erlaubnis fragen) Dann sammelst Du die E-Mail Adressen der Besitzer, damit Du ihnen die Fotos schicken kannst. In dieser E-Mail kannst Du dann mit dem Foto ein Angebot für weitere “richtige” Shootings anbieten. Außerdem hast Du nun E-Mail Adressen potenzieller Kunden. Auch wenn Sie nicht sofort bei Dir buchen, kannst Du ihnen von Zeit zu Zeit immer wieder neue Angebote zukommen lassen und sie denken an Dich, wenn sie mit befreundeten Hundebesitzern sprechen.

Die Devise lautet: Geben, geben, geben… fragen! Schau, wo Du Leuten helfen kannst, die Dir vielleicht neue Kunden bringen könnten. Zum Beispiel habe ich in einer Facebook-Gruppe in der ich aktiv bin, kostenlos Business-Fotos angeboten. So stehe ich durch solch ein Angebot sehr gut in der Gruppe da, weil ich etwas gebe ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Weiterhin habe ich durch diese Aktion sehr gute neue Kontakte geschlossen, die zu weiteren Aufträgen führten – und alle haben mich als Fotograf gespeichert und empfehlen mich gerne weiter.

 

Bonustipp – Aktiv weiterempfehlen lassen

Eine einfache Sache, aber sehr unterschätzt! Egal, mit wem Du sprichst, sei es mit Freunden, Bekannten etc. sag ihnen aktiv, dass Du Dich freust, wenn sie Dich weiterempfehlen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich das aktiv betone, viel mehr zurückkommt als wenn ich gar nichts sage und darauf hoffe, dass die Leute an mich denken. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie Dir eine Art Versprechen geben Dich auch anderen Leuten zu empfehlen.

 

Fazit

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen Tipps eine erste Hilfestellung zur Kundenakquise geben. Das sind die Dinge, die auch ich regelmäßig anwende. Lass Dich nicht entmutigen, wenn die Methoden nicht sofort funktionieren. Ein Fotobusiness aufzubauen klappt nicht unbedingt von heute auf morgen.

Hast Du noch weitere Tipps zur Kundengewinnung?

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Ein Kommentar zu “5 Tipps für nebenberufliche Fotografen: So findest Du Kunden

  1. Virtual Private Server ·

    Eigentlich brauchen wir daruber gar nicht mehr zu diskutieren, dass ein Online-Portfolio fur einen Fotografen ein absolutes Must-Have ist.

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